Bürgerbeteiligung

Geld für Projekte: Bürgerhaushalt – Idee aus Kamen

https://www.stadt-kamen.de/stadtverwaltung/buergerdialog/sprechen-wir-ueber-geld-buergerhaushalt?highlight=WyJiXHUwMGZjcmdlcmhhdXNoYWx0Il0=

Auszug aus der Website der Stadt Kamen zum Bürgerhaushalt:
Sie möchten zum Jubiläum Ihres Sportvereins ein Straßenfest ausrichten und wünschen sich einen Zuschuss? Die Kita Ihres Kindes benötigt ein neues Spielgerät? Sie würden sich über weitere Sitzgelegenheiten im Park um die Ecke freuen? Dann lassen Sie uns darüber sprechen. Mit unserem Bürgerhaushalt (Bürgerbudget) stellen wir den Stadteilen eigene Budgets zur Verfügung. In Bürgerversammlungen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Ideen vorzustellen oder aber Zuschüsse für Projekte und Materialien ihres Vereins / ihrer Institution zu beantragen. Hierzu steht ein einwohnerbezogenes Budgets von insgesamt 45.000 Euro zur Verfügung.

Aufgerundet auf die einzelnen Stadtteile ergibt das 21.000 Euro für Kamen-Mitte, 11.350 Euro für Kamen-Methler, 8.200 Euro für Kamen-Heeren-Werve sowie 4.600 Euro für Kamen-Südkamen. Mitmachen ist ganz einfach: Besuchen Sie unsere Bürgerversammlungen und bringen Sie Ihren Vorschlag ein. Die Anwesenden stimmen noch in der Versammlung über ein Ranking der vorgetragenen Vorschläge ab. Nachdem die Verwaltung anschließend geprüft hat, ob und wie sich die Ideen realisieren lassen, beschließt der Rat die Umsetzung.

Bestimmen Sie mit, wofür die Stadt Geld zur Verfügung stellen soll. […]


Petition

Online-Tool zur Bürgerbeteiligung

Hier finden sich weitere interessante Artikel zum Thema, s. auch Vernetzte Nachbarn
Auszug: „Seit geraumer Zeit wächst in Deutschland ein vielfältiges Angebot an Nachbarschaftsplattformen und sozialen Medien mit lokalem Bezug. Sie verfolgen das Ziel, Austausch und Interaktion unter Nachbarn zu vereinfachen und, besonders in Großstädten, die Anonymität zu verringern“ […].

Über die Kommunikation zur Inklusion in Beteiligungsverfahren – Ein innovativer Weg zur Stärkung der lokalen Demokratie
Auszug: „Bürgerbeteiligung ist in aller Munde. Nicht erst der Streit über „Stuttgart 21“ und andere Großprojekte hat gezeigt, dass der Bürger gehört, ernst genommen und beteiligt werden will. Von „Wut- oder Frustbürgern“ ist die Rede; die Spannbreite des Bürgerverhaltens reicht von lautem Protest bis zur resignierten Abwendung. Viele fühlen sich in ihren Erwartungen und Hoffnungen in die Politik und die Parteien zunehmend enttäuscht. Die Zeichen sind ebenso vielfältig wie eindeutig: 2009 waren die Nichtwähler erstmals bei Bundestagswahlen mit knapp 30 Prozent der Wahlberechtigten stärker als jede Partei. Wenn Vertrauen mit Professor Korte als „entscheidende Bedingung für verfasste Herrschaft“ anzusehen ist und in diesem Sinne „Erwartungssicherheit im Hinblick auf die Funktionsweise und Kompetenz der Institution“ bedeutet, haben wir es offenbar mit einer „Spirale institutioneller Vertrauensverluste“ zu tun.
Für viele Beobachter und Politiker ist unstrittig, dass zur Überwindung der auseinanderstrebenden Kräfte der Gesellschaft und des Vertrauensverlusts in die Politik eine neue Kommunikations- und Beteiligungskultur unverzichtbar ist. Dies gilt insbesondere für die kommunale Ebene, wo sich diese gesellschaftlichen Entwicklungen und Erfordernisse bündeln. So stehen die weitere Ausdifferenzierung der Stadtgesellschaften mit der impliziten Verbreiterung des Interessenspektrums oder ungebremste Marktmechanismen, wie sie sich in den häufiger werdenden Verdrängungsprozessen zeigen, in einem deutlichen Spannungsverhältnis zu den Zielen der sozialen Kohäsion der Gesellschaften – und damit letztlich auch zum Anliegen der Stärkung der lokalen Demokratie. […]“. (Umfang: 284 Seiten, Erschienen: Bonn, Juni 2013, ISBN: 978-3-87941-956-2, Kosten: 25,- € für vhw-Mitglieder/ Nichtmitglieder zzgl. Versandkosten)